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Ticker: Live vom Deutschen Filmpreis 2018

Update 13:

Die TV-Aufzeichung jetzt in der Mediathek (Link hier)

 

Update 12:

Party!

Update 11: Monika Grütters und Iris Berben stellen noch einmal die sechs nominierten Spielfilme vor. Der Preis in Bronze geht an „Western“ von Komplizenfilm (Buch und Regie Valeska Griesebach). Der Preis in Silber geht an „Aus dem Nichts“. Und der Preis in Gold logischerweise an den großartigen „3 Tage in Quiberon“, der somit aus zehn Nominierungen sieben Lolas gezaubert hat.
Ein weiter Gewinner des Abends ist definitiv Moderator Edin Hasanovic, der mutig, unterhaltsam  und charmant durch einen fröhlichen Abend geführt hat. Letzte Worte: „Geht ins Kino!“
 

Update 10: Regisseur Baran Bo Odar lobt zunächst einmal die Leistung der Abendregisseurin Sherry Hormann und stellt die nominierten Regisseure vor und nennt als das Kriterium für gute Regie, die Kompromisslosigkeit. Die Lola geht an Emily Atef für „3 Tage in Quiberon“, Lola 6!

Update 9: Die Nominierungen als bester Spielfilm bedeuten bereits bares Geld, sechs Filme sind nun vorgestellt („3 Tage in Quiberon“, „Aus dem Nichts“, „Der Hauptmann“, „In den Gängen“, „Das schweigende Klassenzimmer“, „Western“).
Nina Kunzendorf und Anke Engelke stellen sehr stark die nominierten Autoren für das „Beste Drehbuch“ vor. Endlich der Preis für „Aus dem Nichts“! Fatih Akin betont die Rollen von Hermann Weigel und – für jeden Preis, den der Film gewinnen mag – Diane Kruger.

Update 8: Natalia Wörner setzt in der Laudatio auf die Gegensätze der lächerlichen Männlichkeit alter Schule gegenüber den Attributen, die die Nominierten männlich  zeigen: Andreas Lust –Verletztlichkeit, Olver Masucci – Mut und Lust, Franz Rogowski – Vertrauen (in Blicke und die Kraft der Stille). Und letzterer gewinnt in seinem Aufsteigsjahr auch die Lola als Bester Hauptdarsteller“ in „In den Gängen“. Der Dank an seine Familie mit etwas anderen Worten: „Denen ist das, was hier passiert egal, die haben mich vorher schon gemocht“.

Update 7: Sabin Tambrea laudatiert die besten männlichen Hauptdarsteller. Es gewinnt Robert Gwisdek, live zugeschaltet aus dem Kreißsaal (seine Tochter ist gerade auf dem Weg ans Licht) unter anderem „gegen“ Charly Hübner, der laut Robert Gwisdek „eh schon zu beliebt ist“ und Alexander Fehling. Lola 5 für „Quiberon“.

Das „In Memoriam“ für die wie jedes Jahr unfassbar große Zahl von KollegInnen jenden Alters, die uns verlassen mussten, begleitet von Filmorchester Babelsberg und dem Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten.

Jördis Triebel taucht als Laudatorin ins Wesen des Dokumentarfilmens ein. Der zweite Preis für Andreas Veiels „Beuys“.
 

Update 6: Liv Lisa Fries und Peter Kurth als Laudatoren für „Bestes Kostümbild“ und „Bestes Szenenbild“ sehr klassisch. „Manifesto“, der stilistisch herausragende Film des Abends gewinnt nach „Maskenbild“ auch in den Kategorien  „Kostümbild“ (Bina Daigeler) und „Szenenbild“ (Erwin Prib, auch für „Jugend ohen Gott“ nominiert)!

Update 5: Als bester Kinderfilm gewinnt „Amelie rennt“ von Lieblingsfilm (nach einer eigentlich erschütternden Einspieler-Anmoderation von Aylin Tezel und Jerry Kwarteng, die Alltagsrassismus schon im Kindesalter zeigt: Warum Jerry kein Superstar werden kann? Na wegen seiner Hautfarbe…).

Fatih Akin hält die Laudatio auf Ehrenpreisträger seinen (jetzt) Freund Hark Bohm (Co-Autor von „Aus dem Nichts“ und Idol seiner Jugend mit „Nordsee ist Mordsee“ und „Yasemin“, gedreht in „seinen Straßen“ in Hamburg), der ihn als Jugendlichen (regelgerecht) nicht auf seiner Schule aufgenommen hat, aber später doch auf eine Weise sein „Lehrer“ zu nehmen. Er bedankt sich bei seinem „Leuchtturm“.
Hark Bohm seinerseits nutzt seine Dankesrede zum Dank an seine Lehrer, wie Michael Ballhaus, Rainer Werner Fassbinder und Bernd Eichinger und seine (stark in seine Filme involvierte) Familie.

Update 4: Quiberon-Co-Star Charley Hübner (spielt den FotografenRobert Lebeck) laudatiert die „Besten Hauptdarstellerinnen“ und bezaubert mit einem irrsinnig liebevollen Einblick in die in die Darstellungskünste von Marie Bäumer, Diane Kruger und der bis davon weit weniger prominenten Kim Riedle. So mitfühlend, so intensiv, dass man jeden der Filme sehen wollen würde, wenn man es nicht schon erlebt hätte. Schwere Wahl, drei wahrlich würdige Nominierte. Es wird: der vierte Preis für Quiberon und Marie Bäumer! Wie sie sich tatsächlich hinreißend freut, das ist zugleich erneut eine Hommage an „Romy“, die sich gesehnt hätte, eine solche Auszeichnung aus Deutschland zu erhalten.

Update 3: Publikumspreis für die zum dritten Mal besucherstärkste „Fack Ju Göhte“-Reihe mit Überraschungslolas für das Team. Katja Riemann bedankt sich, dass die Akademie einen kommerziellen Film, ein Komödie auszeichne und es somit keine Trennung gebe zwischen Arthaus und kommerziellem Film.

Niedlicher Auftritt der jungen deutschen Nachwuchsmänner für die Kategorie „Schnitt“, die ja allen „den Arsch rette“, wenn sie ihre Arbeit nicht hinbekommen hätten. Der Preise geht an „Beuys“, nach langer Zeit eine Auszeichnung für einen Dokumentarfilm (Stephan Krumbiegel, Olaf Voigtländer) von Andres Veiel.

Gefolgt von den weiblichen Nachwuchsschauspielerinen als Laudatorinnen für „Kamera/Beste Bildgestaltung“. Eingentlich kann er nur an „Manifesto“ oder „Aus dem Nichts“ gehen, oder?. „3 Tage in Quiberon“? JA, der dritte Preis für den Favoriten des Jahres (Thomas Kiennast).

Update 2: Erst denkt man, Moderator Edin Hasanovic tanzt zur Eröffnung mit Carolin Kebekus, aber nein, es ist die Jury-Präsidentin Iris Berben selbst. Edin Hasanovic nimmt die Frauen-Orientierung zum Anlass für einen MeToo-Scherz bekommt aber dann die Kurve und fordert, einen Moment lang mal die Finger von den Hosen und lassen und eine Debatte in Ruhe zu führen. 
Kein schlechter Gag, Diane Kruger für ihr bereits (dank Fatih Akin) exzellentes Deutsch  zu loben. Marie Bäumers Rolle in „3 Tage in Quiberon“ ist Vorlage für den Seitenhieb, Frauen um die 50 bekämen dann noch Rollen, wenn sie aussehen wie 35. Endgültig empathisch und mitreißend wird Edin Hasanovic, als er auf „Der Hauptmann“ zu sprechen kommt, eine Verfilmung des Lebens von Björn ( ;-) ) Höcke? Nein, er wolle nicht auf jemandem herumtrampeln, der bereits am Boden liege. Wie müsse das für jemanden sein, der gegen Flüchtlinge hetzt, dann macht er den Fernseher an und ein ehemaliger Flüchtling moderiert den Deutschen Filmpreis. Integration müsse in beide Richtungen stattfinden, klar, aber „wir können es ja offenbar doch. Ein fulminantes Plädoyer, gefolgt vom Besetzungs-Seitenhieb bei der Vorstellung der Laudatorin Florence Kassumba, die man so lange als Putzfrauen etc. besetzt habe, bis Hollywood auf sie aufmerksam geworden sei. Sie präsentiert die Nominierten in der Kategorie „Beste Nebenrolle weiblich“. Ein bis dahin bereits großartiges Debut als Laudator.

Die Lola erhält für ihre Birgit Minichmayr für ihre Rolle der Hilde in „3 Tage von Quiberon“, dem ersten von voraussichtlich mehreren Preisen für das semifiktive Romy-Schneider-Interview-Biopic.

Laudatorin für „Beste Tongestaltung“, Anneke Kim Sarnau nennt die Kategorie angesichts 100-Prozent-Männeranteils „Das Heimatministerium des Deutschen Filmpreises“, es gewinnt das Team von „Der Hauptmann“ (Eric Devulder, André Bendocchi-Alves, Martin Steyer). Edin Hasanovic macht angesichts der Redezeitüberschreitung bei der Dankesrede seine Drohung war, schlecht zu singen, hat aber die Sensibilität, die letzten Worte noch abzuholen. Kompliment auch hier.

Bereits ein zweiter Preis für „Quiberon“: für die „Beste Filmmusik“ (Christoph M. Kaiser, Julian Maas).

Als Laudatorin für das „Beste Maskenbild“ bezaubert Paula Beer. Es gewinnt das Team des wirklich speziellsten Maskenbildauftrags, „Manifesto“ (Morag Moss und Massimo Gattebrusi).

Update 1: Iris Berben, die Präsidentin der Deutschen Filmakademie beklagt in ihrer Eröffnungsrede, dass sich leider seit ihren letzten Reden nicht viel zum Positiven gewandelt hat. Nicht nur, was die Branche betrifft, sondern was rückwärtsgewandte Entwicklungen in der Gesellschaft betrifft.

Zum Thema „Sexueller Machtmissbrauch“ forderte sie, die Debatte ohne Voyeurismus, ohne Ausgrenzung führen. Ungerechtigkeiten und historische Machtstrukturen abschaffen. Eine große Zahl von Männern, die überwiegende Mehrheit  habe längst begriffen und agiere auf Augenhöhe. Die anderen aber sollten begreifen: Eure Zeit ist vorbei, nehmt euch eine Auszeit. Und entweder ihr habt es dann kapiert oder ihr dürft nciht mehr mitspielen. Angriffe, man behandle das Thema nicht offensiv genug erwiderte sie, man führe die Debatte nicht medial wirksam sondern sensibel und sachorientiert.

Kulturstaatsminiterin Monika Grütters beschreibt Filmemachen, als die Kunst geradezu blind ein Universum zu schaffen, und dabei auf Intuition zu setzen (unter Bezug auf Billy Wilder). Seit 20 Jahren, betont sie, sei der Deutsche Filmpreis seit 20 Jahren der höchstdotierte deutsche Kulturpreis, gefördert durch das BKM. Bis auf eine einzige Ausnahme seien im Übrigen alle in diesem Jahr nominierten Filme vom BKW, wo man offenbar einiges richtig mache. Auch die Anlaufstelle für sexuellen und Machtmissbrauch sei mit einer großzügigen Finanzierung ihres Hauses ausgestattet und können nun hoffentlich bald auch an den Start gehen.

Die Entscheidung nunmehr bei jeder Nominierung der nominierten Filme die Drehbuchautoren zu nennen, schreibt sie sich auf die Fahnen.