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Mini-Mitgliederversammlung ermächtigt BFFS-Vorstand zu Blockwahl

Der Marathon von Mitgliederversammlungen des BFFS (nötig, um die vom Vorstand beider Organisationen gewollte Vereinigung mit dem Synchronverband IVS durchzuziehen) hat seine Fortsetzung am vergangenen Wochenende (5. Mai) in Frankfurt gefunden, einer der am dünnsten mit Schauspielern besiedelten Regionen des Landes. Gerade einmal rund 40 (von rund 3000) anwesenden Mitglieder, inklusive teilweise pauschal akquirierter Vollmachten rund 120 Stimmen haben darüber entschieden, dass die neue Satzung mit drastischen Änderungen als einstimmig angenommen gilt.
Ein maßgeblicher Punkt: Die angeblich nie gewollte Blockwahl des Vorstandes wird nun auch rechtlich zementiert. Das heißt: Niemand, der vom bestehenden Vorstand nicht gewollt ins „Team“ aufgenommen wird, hat jemals mehr eine Chance, auf demokratischem Wege Vorstandsmitglied zu werden. Es sei denn, er kandidierrt nicht für den verdienten, erfahrenen Vorstand sondern inform einer „Palastrevolte“ mit einem eigenen Block/Team dagegen. Dieses Team müsste dann allerdings nicht nur in den Stammtischen bestens verankert sein, um eine Chance auf Wahrnehmung zu haben, sondern den Quotierungsbedingungen nach Sparten und Geschlechtern genügen.

Eigentlich ein Skandal, allerdings müssen sich die zahlreichen entweder frustrierten oder gleichgültigen Gegner einer solchen Entwicklung auch vorwerfen lassen, trotz der wichtigen Entscheidung nicht nach Frankfurt gefahren zu sein, bzw. niemanden gefunden haben, der ihre oppositionelle Haltung vor Ort zu vertreten bereit war. Den ehrenwerten Versuch, mehr Mitglieder aus den starken Regionen nach Frankfurt zu bekommen gab es (Screenshot), inklusive der „ungewöhnlichen“ Aufforderung, Vollmachten zur Verteilung an die anwesenden Mitglieder ohne konkrete Zuordnung zu verteilen.
Hintergrundinformation: Der Autor ist der Versammlung bewusst ferngeblieben, um die journalistische Differenz zwischen Mitgliedschaft und Berichterstattung zu wahren. Nach der ohnehin gemäßigten Berichterstattung über die aggressive Kölner Mitgliederversammlung 2016 mit nicht auf die Tagesordnung genommenen Anträgen etc. hatte es von Vorstandmitgliedern teils ausdrückliche Anerkennung für die differenzierte Berichterstattung, teils harte Kritik gegeben.  TB