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Betrifft mich diese DSGVO / Datenschutzgrundverordung auch?

Es ist völlig normal – bis auf große Firmen, die eigenen Abteilungen bereithalten, klar geforderte, wie Datenbankbetreiber sowie einzelne Vorreiter wartet jeder bis zum Schluss, ob er tatsächlich irgendetwas unternehmen muss, um den Gefahren einer neuen Regelung doch noch zu entgehen. Dass seitens der Bundesregierung kurz vor Zieleinlauf der DSGVO Datenschutzgrundverordnung (41 Scrabble-Punkte…) noch einmal angekündigt wurde, die Durchführung zu entschärfen, bestätigte alle, die bis zur letzten Sekunde abgewartet haben.
Zunächst:
Vom klassischen Bildrecht ausgehend, war eher der laxe Umgang im Social-Media-Bereich erschreckend als die nun auf EU-Ebene fixierten Bildrechte. Diese orientieren sich weitgehnd an bestehendem deutschem Recht. Wer also bisher nicht gegen Rechte am Bild verstoßen hat, der hat kaum etwas zu befürchten, wenn er weiterhin so vorsichtig agiert.
Zur Strafandrohung und der Gefahr von Abmahnhaien: Die Horrorzahl von 20 Millionen betrifft natürlich nur große Unternehmen, die im Wiederholfall der Bereicherung gestraft werden sollen die maximala Summe von 4 Prozent des Weltahresumsatzes ist bei Schauspielern meist in der Praxis „leider“ weniger erschreckend. Bei 50.000 Euro Jahresumsatz, die ein Bruchteil der KollegInnen erzieheln wird wären das bespielsweise maximal 2000 Euro. Das wäre, so es zu einer solchen Maximalstrafe käme, wahnsinnig ärgerlich, aber nicht existenzgefährdend. Zudem ist die Strafandrohung an ein behördliches Interesse gebunden und nicht in der Hand von Abmahngeiern. Also erst einmal Dampf rausnehmen und sachlich agieren.

Wer muss etwas ändern? Geändert werden muss, so man sich bereits an geltendes deutsches Recht gehalten hat, nichts im Umgag mit (Analyse-)Daten, die man als Schauspieler und Betreiber einer aufwändigen Internetpräsentation erhoben hat, sondern in erster Linie die transparente Darstellung der Verarbeitung gemäß DSGVO. Was wird gemessen und erhoben, welche Daten werden gespeichert, wer hat darauf Zugriff und wie kann ich Einsicht verlangen, wann besteht Anspruch auf Löschung und wie kann ich der Nutzung von Daten und der Zusendung von Newslettern etc. widersprechen?

Hierzu gibt es einige Mustergeneratoren, die man mit seinen Einstellungen füttern und zur Integration in die eigene Seite herunterladen kann. Auch der BFFS hat in Zusammenarbeit mit einem fachkundigen Anwalt ein sehr umfassndes Muster erstellt und zum Start der EU-Regelung online gestellt, das die meisten SchauspielerInnen um einen Großteil der möglichen Analysetools kürzen können. Links zu den Musterlösungs-Helfern:

Activemind

Deutsche Gesellschaft für Datenschutz

DIYSELFMARKETING.COM

BFFS (Link zum Entwurfsmuster)

BFFS Info

Jan Philipp Albrecht

Wer sich unsicher ist, der kann natürlich (zunächst?) seine Seite auch vom Netz nehmen und sich darauf verlassen, dass die professionellen Plattformen wie CASTFORWARD / e-Talenta sowie die Agenturen ihre Hausaufgaben gemacht haben. Stattdessen sollte hier die Darstellung in Wort und Bild (natürlich inklusive Video) vollständig und aktuell gehaltenen werden und Tools wie die regelmäßigen Newsletter genutzt werden.

Ein Hinweis in eigener Sache: Die vollumfängliche Präsentation auf castforward.de ist erheblich preiswerter als der Betrieb einer eigenen Seite (119 Euro/Jahr inklusive europaweiter Präsentation in sechs Sprachen per e-Talenta und ca:stmag-Abonnement und privilegierter Bewerbung fürs jährliche Speedca:sting, für BFFS-Mitglieder auf Antrag sogar nur 109 Euro/Jahr, kostenlose Weiterleitung auf das gehostete Video beispielsweise auch vom traditionellen filmmakers.de)
Gesucht und gefunden wird man hier ohnehin nicht über die privaten Homepages, die für die meisten Besetzer nur eine schöne Ergänzung darstellen.