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Auch Fiktion ist Auftrag von ARD und ZDF

Die Deutsche Akademie für Fernsehen hat das Urteil zum Rundfunkauftrag wunderbar eingeordnet:

Das soeben gefällte Urteil des Bundesverfassungsgerichtes bescheinigt den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht nur eine Existenzberechtigung, sondern adelt ihre Aufgabe als demokratisch unerlässlich. Damit ist die Diskussion über die Abgabe und die Möglichkeit der Einmischung in Inhalte und Ausrichtung vom Tisch.

Zitat (SZ.de, 18.7.2018): „Sie sind ein Hort der Vielfalt und Orientierungshilfe im digitalen Umbruch.“  Eine klare Absage an den Kommerz und politischen Missbrauch durch ein wie auch immer geartetes Staatsfernsehen.

Dies ist der Zeitpunkt ARD und ZDF zu gratulieren und dies ist der Zeitpunkt zu fordern, dass die Zeiten des Wettbewerbs untereinander und mit Privatsendern vorbei sein müssen. Eine verfassungsrechtliche Berechtigung und Aufgabe, Aufklärung zu leisten und Plattform der Kultur zu sein, muss dazu führen, Programme am Input der Kreativen zu orientieren. Da hat das Quotenfernsehen keine Berechtigung mehr!

Es befreit die Redakteure von Ressentiments und der ängstlichen Frage, ob etwas gefällt genauso, wie es die Kreativen davon befreien sollte, dieser Vorgabe der Programmgestalter weiter ausgesetzt zu sein!

Es ist die Chance, sich gerade im Fiktionalen wie im Dokumentarischen tatsächlich dem Sinne des Wortes zu ergeben. Ohne Filter und Maulkorb, sondern mit der Lust am Erzählen. Gut ausgestattet, mit einer verantwortungsvollen Zahlungsmoral und genügend Zeit für Vorbereitung und Durchführung. Kurz ein Neubeginn in flachen Hierarchien.

ARD und ZDF nicht mehr als Unternehmer, sondern als Partner wahrzunehmen, sollte nach diesem Urteil für Kreative innerhalb und ausserhalb der Sender das Ziel sein. Schöne Aussichten in einer Zeit, die von Orientierungslosigkeit und Zukunftsängsten geschüttelt wird.